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CaCuBaGoSi - Das sind wir...
   
        Die Siebleber Narren auf einem Bild?!
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Der Siebleber Carnevalsclub "Ca-Cu-Ba-Go-Si" e. V. betrachtet sich nicht als "Erfinder" des närrischen Brauchtums in Siebleben, sondern die Gründung eines eigenständigen Vereines kann nur als logische Schlussfolgerung aus den vielen karnevalistischen Aktivitäten, welche in den ausgehenden Sechziger und beginnenden Siebziger Jahren einsetzten, verstanden werden.
Der öffentliche Fasching, also die Veranstaltungen und Umzüge die heute das Bild der "Fünften Jahreszeit" in vielen Gemeinden des Gothaer Landkreises bestimmen, fanden seit Ende der Fünfziger Jahre so nicht mehr statt. Damals gab es, man höre und staune, in Gotha einen Rosenmontagszug und viele Werktätige hatten arbeitsfrei. Für einen solchen Umstand könnten sich die heutigen Narren natürlich auch erwärmen, müssen aber wohl weiterhin darauf verzichten.

In Siebleben vollzogen sich Faschingsfeiern eher im abgegrenzten privaten Bereich. Einzig die Kinder bevölkerten meist am Faschingsdienstag bunt kostümiert die Kindergärten und nachmittags Süßigkeiten sammelnd, die Straßen.
So war es nicht selten, dass Erwachsene an diesem
Tag nichts Schlechtes ahnend, dem lauten Türklopfen nachgaben und sich unversehens bis an die Zähne bewaffneten Schrumpfbanditen gegenüber sahen,
welche nach dem Absingen des Liedes,

"Ich bin der kleine König, gebt mir nicht zu wenig, lasst mich nicht zu lange steh´n, denn ich muss noch weiter zieh´n",

die Aushändigung des gesamten Bargeldbestandes sowie des Hausrates forderten . Hinterher kamen noch niedliche Mädchen, welche ebenfalls ein einnehmendes Wesen zeigten und beharrlich ihre Forderungen durch Absingen des gleichen Liedes unterstrichen. Die kleinen Damen zeigten trotz des Lebens im Arbeiter- und Bauern- Staat
ein deutliches Faible für den enteigneten Adelsstand, denn Prinzessinnenkostüme waren zahlreich.

Ein weiteres deutliches Indiz für mangelhafte politische Ausrichtung der kleinen Racker in den Siebleber Kindergärten. Auch die überraschend vielen Cowboys hätten bei den Funktionären die Alarm- glocken bimmeln lassen müssen, denn Kinder die den Wunsch hatten sich als Parteisekretär zu verkleiden oder in einer Uniform der ruhmreichen Sowjetsoldaten den Fasching zu begehen, waren im Gegenzug nicht bekannt. 1971 kam es in der alten Siebleber Turnhalle, heute urige Erlebnisgaststätte, Bowlingbahn und Gesellschaftszimmer des Kleingärtnerverbandes, zu einem Sportunfall welcher zum Einen zur Ummantelung eines Beines mit Gips und zum Anderen langfristig gesehen, zur späteren Gründung eines Karnevalvereines führte.
Das Ganze geschah während der abendlichen Trainingsstunden der Siebleber Turner, welche zu diesen Zeiten in die Betriebssportgemeinschaft (BSG) "AUFBAU" eingebunden waren.
   
   
Der Turnfreund Rolf Hahn hatte seine Bemühungen, am Reck eine gute Figur abzugeben, wohl etwas übertrieben
und brach sich beim Abgang von diesem Instrument ein Bein. Der Gipsverband
und das damit einhergehende Turnverbot konnten ihn nicht davon abhalten, einmal wöchentlich der geliebten Ehefrau zu entfliehen und seine Turnerfreunde aus einer ruhenden Position heraus, zu Höchstleistungen anzufeuern.
Dabei müssen sich seine Gedanken, in Folge der erzwungenen Untätigkeit, in vollkommen sportfreie Sphären entfernt haben und er machte seinen um turnerische Höchstleistungen ringende Kollegen, den folgenreichen Vorschlag
für den 11.11.1971 einen zünftigen Turnerfasching abzuhalten.
Die mehrheitlich Nichtselterstrinker der Freitagsrunde stimmten dem Gaudi zu
und wie wir heute wissen, wurde dieser Vorschlag umgehend realisiert.
Eine andere Sektion der von den Gothaer Holzbauwerken getragenen BSG, waren die Prellballspieler und -innen,
welche Mittwochs ihrer körperlichen Ertüchtigung nachgingen.
   
   
   
     
Diese muntere Truppe feierten genauso gern wie sie auch Ball spielten und so traf man sich auch zu Faschingsfeiern im Hinterhaus des Kaltwasserschen Anwesens, welches auch zur Weimarer Straße hin das Siebleber Postamt 4 beherbergte. Ebenso war die Sängerstube der
"Vier Jahreszeiten" sowie das Vereinszimmer der Gaststätte "Vergissmeinnicht" Austragungsort von weniger sportlichen aber dafür deftigen Feierlichkeiten.
   
      Im Rahmen dieser Mittwochsrundenfeiern machte ein gewisser Peter Seyfarth von sich reden, der zwar weniger die sportlicher Betätigung im Sinne hatte, aber dafür zu humoristischen Höchstleistungen neigte.
   
     
Doch zurück zum närrischen Geschehen in die Turnhalle.
Die erste interne Faschingsfete muss bei den Turnfreunden bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Von bleibenden Schäden reden, wollen wir nicht, obwohl jetzt sofort für 1972 ein Latschenball geplant wurde, zu dem man alle Sektionen der BSG "AUFBAU" einladen wollte.
Umgehend wurden alle Mitglieder, selbstverständlich auch die ohne Glied, mobilisiert um eine derartige närrische Veranstaltung in den Winterferien zu realisieren.
Der Direktor der damaligen Holzbauwerke, Arno Penn, den Sportfreunden selbst sehr zugetan, drückte beide Augen, incl. der Hühneraugen zu, als beachtliche Mengen Material in Richtung Siebleber Turnhalle entschwanden.

Aus diesem, der Volkswirtschaft entzogenem Material und zweckentfremdeten Turngerät, wurde eine Elferratstribüne gebaut. Es entstanden riesige Plakate mit Doppelfunktion, die einerseits als typische Dekoration dienten und andererseits die Stellen an denen der Putz abgeblättert war verdecken mussten.
Das Mobiliar wurde von der "kleinen" Erika (Erika Böttcher, geb. Flarchheim) aus der POS "Hermann Duncker" per Traktor und Hänger herangekarrt und Günther Scholz, der Wirt des "Vergissmeinichts" übernahm die gastronomische Betreuung.
Das Engagement eines Alleinunterhalters sicherte die musikalische Umrahmung und ein kleines Programm, in dem ein Hexentanz und eine bei den "Waltershäuser Karnevalsturnern" geklaute Büttenrede dominierten, rundete die Sache ab.

Für die Realisierung dieser ersten, wenn auch internen Veranstaltung legten sich besonders folgende Sportfreunde ins Zeug: Rolf Hahn, Gerhard Krause, Roland Schleip, Eugen Adolph, Bärbel Keilwerth, Bernd Umbreit sowie, die noch heute aktiven Elferräte Klaus-Jürgen Barth, Siegfried Bergs, Georg "Nante" Volknandt und Uwe Köllmer.
Danach bekamen die Faschingsveranstaltungen der Turner einen festen Platz im Terminplaner der BSG "AUFBAU".

Die Programme wurden zunehmend professioneller, ein Ballett gründete sich und immer mehr Turner wagten sich mit diversen Beiträgen auf die Bretter, die auch in Siebleben die Welt bedeuteten.
Das karnevalistische Urgestein Peter Seyfarth verließ den enger gefassten Rahmen der Mittwochsrunde und brachte in der Turnhalle das Publikum zum Brüllen.
Als Turner war er zwar nicht geeignet, dafür brillierte er aber mit tollen Programmeilagen. Paul Strohschein aus Günthersleben, der mit seiner Frau Renate wöchentlich zum Prellballspielen nach Siebleben kam und nebenbei auch noch als Hobbymusiker seine häuslichen Pflichten vernachlässigte übernahm, samt seiner Kapelle nun die musikalische Seite der Medaille.

Ab 1973 ging man schon mit entsprechenden Themenabenden ins Rennen, um die Gunst des
Publikums zu erringen.

Bis 1976 wurden mit folgende Mottos die Veranstaltungen überschrieben und auch danach thematisch ausgerichtet:

      1973 - "Hulla, Hulla"
      1974 - "Ein Abend auf Hawaii"
      1975 - "Nostalgie, Nostalgie"
      1976 - "Eine Nacht im Fegefeuer"


Der noch heute geltende Schlachtruf "Hulla Hulla
und Helau"
stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

Was aber tat sich in den ehrwürdigen "Vier Jahreszeiten" ?
Diese waren keineswegs karnevalistisches Niemandsland, denn inzwischen hatten die Verehrer der "Deutschen Weißen Edelziege", sprich die Akteure des Ziegenzuchtvereines ihre Liebe zum Fasching entdeckt und organisierten von 1973 bis 1975 Kostümbälle, die von den Sieblebern gut angenommen wurden.
Die "Heppler" wie sie in Anlehnung an den Gegenstand ihrer züchterischen Bemühungen, die "Heppel" (Ziege) genannt wurden, setzten sich die dreizipflige Narrenkappe auf und erweckten so die "Vier Jahreszeiten" zum Leben.

Stellvertretend für viele Rührige in Sachen Fasching, seien hier Rolf Ullrich, Walter Möcker, Hartwig Vogt, Klaus Elflein, Günther "Badde" Döpping, Walther Lehmann und Hartwig Hunoldt genannt.
   
   
   
     

1977 zog der faschingsverrückte Teil der Turner mit
einer ganzen Veranstaltungsserie pro Saison in die
"Vier Jahreszeiten" um und firmierte unter dem ausgefallenen Namen: Ca - Cu - Ba - Go - Si
(Carnevalsclub der BSG "AUFBAU" Gotha-Siebleben).

Diesen für viele heute noch unaussprechliche Name wurde von dem bereits erwähnten Peter Seyfarth kreiert, der auch als erster Vereinspräsident anzusehen ist.
Die "Vier Jahreszeiten" hatten inzwischen ihren alten
Status verloren und wurden den sozialistischen Zeiten entsprechend, zum Klubhaus der Werktätigen
"Clara Zetkin" befördert.

Ein ehrenamtlicher Klubrat sorgte für die kulturelle Auslastung des Hauses mit z.T. sehr hochrangigen Veranstaltungen, neudeutsch "Events".
Unter anderem gastierte das "Modern Soul Septett" aus Berlin und Disco-Veranstaltungen wurden ausgerichtet.
Karl-Heinz Heller, Gisbert Deutrich und Martin Herrmann
waren hier sehr aktiv.


So wurde z.B.die alte Empore, auch Drachenfels genannt, abgerissen und der Saal renoviert. Die Aktiven des Faschingsvereines hatten nach dem Programm ihre Stammplätze an den beiden 14-er Tischen beiderseits des nördlichen Saalausganges.
Dies änderte sich mit der Übernahme der Gaststätte durch Roland und Ingrid Schmidt. Die Sängerstube wurde unter der Federführung des "Holzwurmes" Roland Schmidt zur Bauernstube umgestaltet und bekam ein rustikales Interieur.

Die Türen bemalte Georg Meyer, der Chef des Gothaer Stadtwerbebaues. Bei dieser Gelegenheit machte Malermeister Martin Herrmann den "Kunstmaler" auf den Karnevalsverein aufmerksam, die im benachbarten Saal an der Dekoration für die närrische Saison 1979/'80 bastelten. Er forderte ihn auf, ein bisschen Hilfestellung beim Malen zu geben. Hätte der besagte G. Meyer diese Aufforderung ignoriert, hätte er zukünftig in der Winterzeit ein ruhiges Leben führen können. Nein, er musste eben unbedingt den Narren vorführen, wie "stümperhaft" sie mit Pinsel und Farbe umgingen und wie professionell das Ganze aussieht, wenn ein Dekorationsgenie wie er, den Pinsel schwingt.

   
     
Die Narren ihrerseits vereinnahmten
den Guten und seitdem sitzt er mit Narrenkappe behelmt zu den Veranstaltungen im Elferrat und muss dafür im Vorfeld Bühnenbilder und Dekorationen entwerfen und umsetzen, was das Zeug hält. Eine Aufgabe übrigens, die G. Meyer all die Jahre mit Bravour erledigte denn nicht nur die Programme erfreuten sich zunehmender Beliebtheit, nein auch die Bühnenbilder waren eine Augenweite.
   
     

Hier ist es Zeit auch die Mitstreiter des Chefdekorateurs zur erwähnen. In der Meyer'schen Werkstatt arbeiteten an den Entwürfen und an der Leerung so mancher Flasche, deren Inhalt auf der Grundlage von Wasser, Hopfen und Malz hergestellt wurde:
Georg Meyer, Klaus-J. Barth, Siegfried Bergs, Harald Schreiber, Achim Winderstein und Uwe Köllmer und Peter Hofmann.

Anfang der "Achtziger" wurde ein neuer Mann rekrutiert, dem nach relativ kurzer Mitgliedschaft, auf Anraten von Peter Seyfarth, die Gesamtverantwortung für den Siebleber Carnevalsclub übertragen wurde.
Günther Seyfarth, wohnhaft im Högernweg und ebenfalls über die Mittwochsrunde in der BSG organisiert, wurde Präsident.
Peter Seyfarth, die Namensgleichheit war zufällig, war von nun an als Schatzmeister tätig und engagierte sich in der Programmgestaltung.

Unter der Leitung des neuen Präsidenten kam es, von beiden Seiten gewollt, zur völligen Trennung von der BSG "AUFBAU". Dieser Schritt war schon aus finanziellen und organisatorischen Gründen notwendig geworden. Im Übrigen ist zu sagen, dass zu diesem Zeitpunkt fast alle Mitglieder des "Ca-Cu-Ba-Go-Si" eine Doppelmitgliedschaft besaßen und nun in zwei Vereinen Beitrag zahlten sowie weiterhin ihren sportlichen Ambitionen nachgingen.

Die Aufführungen des jüngsten Vereines in der Siebleber Vereinslandschaft wurden jetzt auch, um pro Saison einen Seniorenfasching und einen Kinderfasching erweitert, so dass insgesamt neun Veranstaltungen aufgeführt wurden. Folgende Programme wurden dargeboten:

      1977 - "Steinzeitgeisterparty" (1. Fasching im Saal)
      1978 - "Zirkus '78"
      1979 - "Siebleber Nächte"
      1980 - "1001 Siebleber Nacht"
      1981 - "Klassen 6 im Karneval"

      1982 - "Wir zeigen Euch die Z e h n e" (10. Programm)       1983 - "Siebleber Tollereien"

Aber nicht nur in Siebleben gab es einen eigenständigen Karnevalsverein, nein die Gründung solcherart Kulturbringer boomte im Thüringer Land seit Ende der sechziger Jahre und hielt unverändert an. Dieser Umstand brachte auf der einen Seite vielen Menschen Spaß und Freude, auf der anderen Seite war es den SED-Oberen in der Partei und den Verwaltungen nicht wohl bei dem Gedanken an öffentlich vorgetragenen zeitkritischen Büttenreden und Karnevalsliedern.
Über die zuständigen Kulturabteilungen versuchte man Einfluss auf die Programmgestaltung zu nehmen um jegliche Kritik an den, nach ihrer Meinung gottgleichen Parteispitze in Berlin und ihren Statthaltern in den Bezirken, Kreisen und Kommunen zu verhindern. So wurden Büttenreden, Liedtexte und Ähnliches vor Veranstaltungsbeginn zur Zensur eingefordert und während der Veranstaltungen waren schon "Bürger" mit gutem Gehör im Saal, die entsprechende Berichte anzufertigen hatten.

Die Siebleber Narren ignorierten regelmäßig die Aufforderungen zur Textabgabe oder gaben bei
besonderer Hartnäckigkeit bestimmter Funktionäre
abgedroschene Texte hin, welche sowieso nicht zur
Aufführung vorgesehen waren.

Selbst die Staatsgrenze der DDR, welche die Insassen derselben vor dem Klassenfeind schützen sollte und komischerweise ausgerechnet von Ost nach West besonders undurch- lässig war, stellte für die Siebleber Narrenschar kein großes Problem dar. 1984 startete das Programm "Im Narrenschiff um die Welt".

Dieses Schiff legte nicht nur an den Gestaden der sozialistischen Bruderländer an, sondern war in den USA zu Gast und wurde sogar im alpenländischen Teil der BRD gesichtet. Auf welchem rätselhaften Seeweg es dorthin gelangte, wurde zum Glück nie ernsthaft hinterfragt.
Die Krönung war hier das so genannte Abschlussbild welches der dekadenten imperialistischen Fernsehserie "Das Traumschiff" entnommen wurde und den Einmarsch des Schiffsköche und der Stewards zeigte.
Die Siebleber marschierten genau wie die Darsteller der ZDF-Serie unter den Klängen des "River-Kwai"- Marsches in den Saal und trugen mit brennenden Wunderkerzen versehene Nachbildungen verschiedener kulinarischer Köstlichkeiten.

Das Prunkstück dieser Speisen aber war durchaus echt. "Schiffskoch" Eckhard Hunoldt trug auf dem Silbertablett einen echten gegarten, geräucherten und mit Aspik überglänzten Schweinekopf, welcher nach jeder Parade wieder in den Niederungen der Gefriertruhe von Wirt und Wirtin Schmidt verschwand. Diesem Prachtstück bekam der häufige Wechsel zwischen warm und kalt nicht so gut. Am Rosenmontag, das letzte Mal gebraucht, stank dieser schon so bestialisch, dass nicht nur seinem Träger schwarz vor Augen wurde, nein auch unser "Kneiper" war dem Himmel dankbar, dass der (Zitat-R.Schmidt) "elende Stinkschädel" endlich aus der Gefriertruhe verbannt werden konnte.

Überhaupt kamen jetzt immer mehr Schweinefleisch-
produkte ins Spiel. Die Bänkelsänger Hunoldt und Usbeck präsentierten sich bei ihrem Lied "Alles hat ein Ende - nur die Wurst hat zwei", mit einer ausschließlich für diesen Zweck im Gothaer Wurstwarenwerk produzierten Riesensalami, von ca. 2,50 m Länge. Diese wurde zum letzten Auftritt der Saison an das Publikum "verfüttert".

1985 hieß das Motto "Nun schlägt´s Dreizehn".
Genau dieses müssen sich die "Langohren" im Publikum gedacht haben, als der größte Magier aller Zeiten (zumindest für Siebleber Verhältnisse) Georg Volknant, alias "Nante", die Bühne betrat und als Höhepunkt seiner Aufführung seine "Assistentin Camillo", mit bürgerlichen Namen Rainer Sülzenbrück, zum Schweben veranlassen wollte. Der dazu unerlässliche Zauberspruch war dem im April geplanten Parteitag der größten SED der Welt, gewidmet.
Die Urfassung lautete: "Lirum, larum Löffelstiel – der Parteitag bringt nicht viel". Da Freund Nante, verständlicherweise an einer Fortsetzung seiner künstlerischen Laufbahn, auch in den nächsten Jahren interessiert war, wurde der Spruch wie folgt abgeändert: "Lirum, larum, Löffelstiel – der Parteitag bringt uns viel".
Wir hatten nun das Pech, dass jenes "Langohr" im Saal, Probleme mit seinen Radartüten hatte und genau die ursprüngliche Fassung verstand.

Prompt wurde Präsident Günther Seyfarth zum obersten Hüter der sozialistischen Kultur in Gotha einbestellt und die weitere Aufführungsfolge wegen "Verunglimpfung des kommenden Parteitages" gesperrt. Wie kann man etwas verunglimpfen, fragte sich da die Narrenschar und musste wieder einmal erkennen, dass die Narretei an höherer Stelle deutlich ausgeprägter war, als im Faschingsverein selber.

Günther Seyfarth und der damalige Technikchef des Vereines Udo Haller, hatten aber in weiser Voraussicht das Tonbandgerät, jede Veranstaltung wurde von uns vollständig aufgenommen, zu dieser Anhörung dabei und konnten beweisen, dass der Informant zumindest bezüglich des Hörvermögen nicht ganz den Erfordernissen seiner Tätigkeit entsprach.
Mit der Auflage, diese "missverständliche" Textsstelle zu streichen wurden der Präsident und sein Tontechniker entlassen und die Aufführungen konnten weitergehen. Diese Auflage wurde nicht befolgt, sondern Zauberer Nante bekam vom Präsidenten die Auflage gefälligst die Zahnleisten soweit zu öffnen, dass selbst ein noch so schwerhöriger Informant die Lobpreisung des Parteitages durch die Siebleber Karnevalisten mitbekommen konnte.

Mittlerweile hatte sich Gastwirt Roland Schmidt zu einem weiteren Umbau im Saal entschlossen. Er, der in Sachen Holzbe- und Verarbeitung wahrlich das berühmte "goldene Händchen" besaß, zimmerte an der Ostseite des Saales eine Empore, die erst als Bar diente aber zwei Jahre später den Aktiven des Vereines als Aufenthalt nach den Veranstaltungen zugewiesen wurde. So konnten die zwei 14-er Tische, welche bis dato für den Verein reserviert waren, nun verkauft werden.

   
   
   
     
1986 kam es während einer Aufführung des Programms "Show mal hintern Mond" zu einem spektakulären Unfall, welche zum Glück ohne Folgen blieb.
Wieder einmal war das Duo "Nante und Camillo" mit einer hervorragenden Clownsnummer vor das Publikum getreten, in dessen Verlauf "Nante" an einem über der Bühne und oben auf dieser Empore befestigten Drahtseil, am mit Rolle versehenen Regenschirm hängend, bis zur Saalmitte gleiten sollte. Dort hatte er abzustürzen und sollte von Partner "Camillo" wieder belebt werden.
Da damals die erste Tischreihe direkt an der Bühne stand, war es erforderlich, dass "Nante", bei der Überfahrt die Beine anwinkeln musste, um niemand zu treten.

An einem Freitagabend aber, rutschte ihm der Griff des Regenschirmes aus den Händen und er landete, den Körper im 90°- Winkel, auf dem Tisch von Gästen aus Tüttleben, die sehr erstaunt über die sehr persönliche Würdigung ihrer Teilnahme an dieser Veranstaltung waren.
Auf unsere nachträglichen Vermutungen darüber, was hätte passieren können, wenn der Akteur mit dem Hinterteil auf eine der Weinflaschen aufgeschlagen wäre, waren sich die Narren schnell einig: "klar, da hätte Freund 'Nante' die Fraktion gewechselt"!

Während dieser närrischen Saison erfolgte übrigens die erste Eintragung in das Vereinsregister der Stadt Gotha.

Dieser Fasching 1986/87 wurde außerdem als 15. Jubiläum gefeiert . Im Schlussbild betrat auch eine überlebensgroße Sektflasche den Saal, unter der sich Jens Tüngerthal, der Sohn unseres Siebleber Fleischermeisters Bernt und seiner Gattin Margrit befand.
Dieser junge Mann wurde von Talentescout P. Seyfarth wärmstens zur Aufnahme in den Verein empfohlen.
Diese Entscheidung brauchten wir nicht zu bereuen,
denn Jens gehört heute als Schatzmeister und kreativer Programmmacher zu den stärksten Stützen des Siebleber Carnevalsclubs.

1987 wurde, im Rahmen des Programmes
"Römische Spiele", zumindest den 11-er Ratsmitgliedern
H. Schreiber, Klaus-J. Barth, P. Hofmann und S. Bergs die Last welche ein Faschingsvereinsmitglied zu tragen hat, sehr deutlich bewusst.
Das Schlussbild bestand unter anderem aus einer römischen Prozession, welche unter den Klängen des Triumphmarsches aus der Verdioper "Aida", in den Saal einzog. Ein wahrhaft historisches Spektakel, indem u.a. der beleibte Kaiser Nero auf einem Prunksessel (ein auf Tragestangen montierter Toilettenstuhl) auf den Schultern der oben genannten "Sklaven" in den Saal getragen wurde.

Nach jeder Veranstaltung wurde der "Kaiser" (E. Hunoldt) vollkommen respektlos von "Sklave" H.Schreiber verdächtigt wieder (Zitat-Schreiber) "gefressen zu haben, wie ein Scheunendrescher, nur um seine Träger zu schikanieren". Der so Gescholtene revanchierte sich, indem er am Rosenmontag im Moment des Emporhebens schnell eine neben der Sänfte stehende "römische Jungfrau"
(Tanzmädchen Anett Tond) auf seinen Schoß zog und diese nun ebenfalls mit herein getragen werden musste.

"Nante" brillierte wieder als Straußenreiter, wobei angemerkt werden muss, dass das hinterlistige Biest, auf dem er saß, während des Herumlaufens das Publikum aus seiner Analöffnung heraus mit Wasser bespritzte.

Der Fasching 1988/89 unter dem Motto
"Märchen-Monster-Maskerade"
barg einen besonderen Beitrag . Unter dem Titel "In Vino Veritas" wurde ein Kabarettauftritt der Dresdener "Herkuleskeule" nachgespielt, indem die Bürokratie im Arbeiter- und Bauernstaat gehörig auf die Schippe genommen wurde.
Das Publikum dankte mit tobenden Beifall.

Per 25. Januar 1989 kam Post von der Abteilung Kultur beim damaligen Rat des Kreises, in der unter der Registriernummer KC IX 87 / 2 die Einstufung in die Rubrik
      "Anerkennung der künstlerischen
      Qualität von Volkskunstkollektiven"

vollzogen wurde. Damit verbunden waren pro Mitglied 10 Mark Fördergeld und ein jährlicher Kleiderzuschuss von 250 Mark für den Verein.
Wir ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass wir dieses, bis 1993 zugesagte Geld nur einmal verbuchen konnten, da ja per Herbst 1989 die staatliche Ordnung in "schwere See" geriet.

Zum 11.11. 1989, Auftaktveranstaltung zum Programm "Ums gelbe Schlöss'l am Mönchparksee", gab es erstens lange Gesichter wegen dem zweitens nur halb gefüllten Saal. Leere Tische und Stühle waren den Siebleber Karnevalisten wahrlich ein ungewohnter Anblick.

Die SED-Oberen hatten aus lauter Bosheit ihren zunehmend an Arterienverkalkung und Realitätsferne leidenden Generalsekretär verabschiedet und unter dem pferdezahnigen Nachfolger Krenz, den eigentlich auch niemand wollte, einen Reformkurs beschlossen, welcher u.a. in der durch den (Ost-) Berliner Oberbonze Schabowski verkündeten Reisefreiheit gipfelte.

Dies geschah um der närrische Bewegung zu schaden, denn die standen plötzlich einer ahnsehnlichen Fehlbelegung in Sachen Gästezahl gegenüber.
Ein Glück, dass die Karten im Vorverkauf an den Mann bzw. an die Frau gebracht wurden, denn so wurde nur in Bezug auf Beifall und Zugabe-Rufe die gewohnte Phonzahl nicht erreicht. Ein Existenz bedrohendes Kassenmanko war nicht zu verzeichnen.

Im Januar 1991 sahen wir unser Programm
"Carneval in Venedig" wiederum durch Ereignisse der Weltpolitik bedroht. Saddam Husseins Horden wahren in Kuwait eigefallen und eine alliierte Streitmacht ging im Januar 1991 am Golf in Stellung um den beutegierigen Hussein samt seiner Räuberbande wieder nach Hause zu jagen. Nebenbei gedachten sich gewisse Großmächte, sich mit dem Unternehmen "Desert Storm" gleich noch Einfluss auf die Ölquellen des Nahen Ostens zu sichern. Es war also wieder Krieg auf der Welt. Große Faschingsgesellschaften reagierten mit Absagen an närrischen Veranstaltungen. In Köln, Düsseldorf und anderswo fielen die legen- dären Rosenmontagsumzüge aus, die Gothaer GKG mit ihrem Chef Konrad Giessmann sagte die Veranstaltungen in der Stadthalle ab. Auch in Siebleben wurde diskutiert und
zuweilen heftig gestritten. Mehrheitlich wurde aber die Durchführung der Veranstaltungen beschlossen.

Im Sommer 1991 verging den Siebleber Narren das Lachen sehr gründlich. Unser verehrter Freund und Präsident Günther Seyfarth verstarb nach kurzer und schwerer Krankheit. Wir wussten uns aber in seinem Sinn, als wir die Parole für das Programm 1991/92 ausgaben:
"Die Show muss weitergehen" !

Im September stand es dann fest. Eckhard Hunoldt, seit dem 11.11.1983 dabei, wird neuer Präsident und führt "seine" Narrenschar unter dem Motto
"Man müsste nochmals 20 sein", in die Saison 1991/92.
Im Laufe des Jahres 1992 ergab sich für die närrische Gemeinde, ein neues Problem. Die "Vier Jahreszeiten" waren in gastronomischer Hinsicht verwaist. Roland und Ingrid Schmidt gaben ihr Geschäft auf und es galt schnellstens einen Ersatz zu finden.
Die hohen Investitionen, die man brauchte um dieses Haus weiterhin als Gaststätte zu führen und der Umstand, dass sich die Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe für solche Zwecke, in sehr engen Grenzen hielt, verhinderte von vorn herein, einen neuen Betreiber zu finden.

Die Stadtverwaltung Gothas als Eigentümer, nahmen kurzerhand den Carnevalsclub in die Pflicht. Zitat des Leiters der Immobilienverwaltung : "Entweder ihr übernehmt oder wir nageln die Türen zu"!
Nach hitzigen Diskussionen unterschrieben die Vorstandsmitglieder eine Übernahmevereinbarung.

"Hurra, wir haben ein eigenes Haus", jubelten die meisten. Einige wenige hatten trotz Jubel Bauchschmerzen, wenn an die Verpflichtungen gedacht wurde. Inzwischen hatte sich der Verein jedoch nicht nur ein "eigenes" Haus sondern auch neue Mitglieder angeschafft.

Stellvertretend seien hier unsere Freunde Tino Hasenstein, Silvio und Sandro Gläser und Heiko "Müffchen" Geus genannt.

Nicht ohne Grund muss hier ihr freiwilliger Eintritt betont werden. Andere hatten es nicht so gut. Sie wurden schon im zarten Kindesalter "zwangsverpflichtet".
Der heutige Vizepräsident Ingo, Spross von unserem "Urgestein" Peter Seyfarth und seiner, dem Verein ebenfalls sehr zugetanen Gattin Erika, trat mit seinen zwei Brüdern und dem Vater, schon im zarten Knabenalter als Siebleber Adaption von "Vader Abraham und seinen Schlümpfen" auf und stand mit acht Jahren 1978, als kleiner Clown, das erste Mal in der Bütt.

Sandra Hunoldt "musste" mit sieben Jahren auf die Bühne um sich dort u.a. als kleiner Teufel mit ihrem als Engel verkleideten Erzeuger Wortgefechte zu liefern. Später tanzte sie noch jahrelang in der Truppe um Dagmar Wohlfahrt als Ballettgirl.
Jan Hunoldt erging es ähnlich. Von Mutter Gerlinde in ein chices Kostüm gesteckt, stand er mit sechs Jahren 1990 als kleiner Trommler auf der Faschingsbühne. Heute gehört er längst zu den zuverlässigen Getreuen der Siebleber Narren.

Jana Hausmann ist ebenfalls trotz ihres noch jugendlichen Alters schon eine ganz "Alte" im Verein. Als kleines Mädchen schon, hatte sie ihrem Vater "Nante" auf der Bühne zu assistieren und ist heute in vielerlei Rollen auf der Bühne präsent.

In der Saison 1992/93, mit der
"Ca - Cu - Ba - Go - Si live Show", konnten wir für
die gastronomische Betreuung das Wirtspaar aus
dem "Vergissmeinnicht" gewinnen.
Mit Wirt "Rolli" Koehl und seiner Partnerin Steffi haben wir einen echten Glücksgriff gemacht. Souverän und zuverlässig sorgen sie ebenfalls dafür, dass in den "Vier Jahreszeiten" die Lichter nicht verlöschen.

Viel Kopfzerbrechen bereitete uns in den ersten "Nachwende"-Jahren der Umgang mit der bundesrepublikanischen Bürokratie.
Die für einen Eintrag in das Vereinsregister notwendige Satzung wurde mehrere Male wegen Formfehler zurückgeschickt und erst nach gründlicher notarieller Überarbeitung angenommen. Endlich waren wir ein
"CA- CU-BA-GO-SI Carnevalsclub Siebleben e.V."
und können somit steuerliche Vorteile nutzen.

Nach den Sessionen

      1994 - "Hurra, Hurra, Olympia"
      1995 - "Eine Reise in die Steinzeit"


feierten wir 1996 mit
"Hulla, Hulla und Helau, 25. Narrenschau" wieder ein Jubiläum. Der Elferrat betrat mit grünen Jubiläumsschärpen die auf Drängen von Peter Seyfarth über Georg Meyer im "Gothaer Stadtwerbebau" gefertigt wurden, den gut gefüllten Saal. Dann traf uns erneut ein harter Schlag.

1997 verloren wir unseren "Altmeister" Peter Seyfarth.
Er starb an einer heimtückischen Tumorerkrankung.
Am '97er Programm "Basar Oriental" konnte er krankheitsbedingt schon nicht mehr mitwirken.
Mittels 150 m Antennenkabel übertrugen wir eine Veranstaltung zu seinem 60. Geburtstag direkt ins heimische Wohnzimmer und konnten ihm, direkt von der Bühne, mit herzlichen Grüßen und dem spontanen Applaus des Publikums eine letzte große Freude bereiten.
   
      Die nachfolgenden Mottos hießen:
      1998 - "Wir treiben ab"
      1999 - "Wir heben ab"
      2000 - "Habbter Zeit"


Die Jahreswende von 1999 zu 2000 feierten wir mit vielen Gästen gemeinsam und in der Saison 2000/2001 begingen wir das "30-ig-jährige" mit dem Programm
"Im Spiegel der Zeit".

Mit einem Galaabend vor geladenen Gästen sagten wir unseren Sponsoren und Freunden des Vereins, ein herzliches
"Danke-Schön" für die uneigennützige und jahrelange Unterstützung.

Zu dieser Zeit konnten wir uns schon auf die Unterstützung weiterer Jugendlicher verlassen. Die "Maternus Allstars", Michael und Sebastian Möcker, Sebastian Tüngerthal, Sven Labitzke, Stefan Weise sowie Stefan Rudolph konnten inzwischen verpflichtet werden.
   
     
Ihren Ensemblenamen "Maternus Allstars" leiten sie von einem Aldi-Getränk ab, welches von seinen Machern hochtrabend als Bier bezeichnet wird. Überhaupt hatte sich das Gefüge etwas verändert. Die Tendenz ging schon seit geraumer Zeit in Richtung Ensemblebildung. Seit Jahren gab es nun schon zwei Ballettgruppen. Das Damen- und das Jugendballett, erarbeiteten sich immer wieder tolle Tanzthemen und setzten diese auch gekonnt und temperamentvoll um. Teilweise geschah das so temperamentvoll, dass die Kostümröckchen sich, unter Ausnutzung der Zentrifugalkraft, von der Trägerin trennten und dieselbe im Höschen weitertanzen musste.

Beim Showorchester sind dann mehr oder weniger runde Männerwaden zu sehen. Der Ensemblenamen beruht auf ihrem ersten Auftritt mit einer Adaption von Showorchester Ungelenk.

Die SFM –Siebleber "F"olksmusikanten verpacken regionale und überregionale Ereignisse in sinnige Texte und bieten diese musikalisch dar.
Maternus-Allstars bestechen durch teilweise skurrile aber gekonnt dargebotene Kombinationsauftritte. Ob als "Bäuche mit Hut", "Siebleber Marinekadetten" oder als "Kannibalen mit Beute". Ihre Beifallquoten sind kaum zu toppen.

Unsere "Türsteherjagdeinheit" unter unserem Multifunktionstalent "Hansel" Schütze sorgt für einen reibungslosen Einsatz und mischt beim Programm mit.
Ergänzt wird das Programm natürlich auch mit etlichen Soloauftritten der "Einzelkämpfer", die aber meist an anderer Programmstelle wieder in einer der Gruppen auftauchen.

Selbst die Seniorengeneration ist mit einem Duo regelmäßig im Programm vertreten. "Heide & Hertha" sind mittlerweile ausgemachte Publikumslieblinge geworden. Ein Fehlen im Programm würde uns wahrscheinlich übel genommen.
Auch die Techniktruppe von Licht und Ton macht fast ausnahmslos abwechselnd im Programm mit. In die Moderation teilen sich weitestgehend Präsident E. Hunoldt und der "Vize" I.Seyfarth. Beide gestalten aber ebenfalls eigene Programmnummern.

Der Zauberei treu geblieben ist der Magier "Nante". Er lässt nach wie vor Frauen aus dem Publikum schweben, sperrt seine Tochter in eine enge Kiste um diese dann mit Degen zu durchbohren u. treibt anderen Schabernack Musikalisch begleitet wurden wir in all den Jahren vom
"Diethard – Büchner – Septett", von der Gruppe "Passat", von "Resonanz", "Resonanz da capo" und schließlich bis zur letzten Saison von "Takt-Art". Die letzten drei Gruppen hatten eines respektive einen gemeinsam, unseren Freund Klaus Kallensee, der sich hervorragend in die Programm-
vorbereitung eingebracht hat und von dem wir uns, wie von der ganzen Truppe nur ungern getrennt haben.

Schaut man zur Elferratstribüne sieht man unsere "Oldies", welche diesen Verein ins Leben gerufen haben und zwar jetzt nicht mehr direkt am Programm aber immer noch aktiv in der Programmvorbereitung und bei Arbeiten zur Erhaltung des Hauses mitwirken.
Tolle Arbeit leistet Uwe Lansky, welcher in Sachen Bühnenbild und Dekoration von G.Meyer den Stafettenstab übernommen hat. Anerkennung gebührt auch Markus "Kusse" Franke, welcher am Mischpult sitzt und fast im Alleingang die elektrische Innenverteilung des Hauses neu gestaltet hat.

Eng verbunden ist der Siebleber Carnevalsclub nach wie vor mit dem Siebleber Turnverein, dessen Vereinschef Peter Eckardt gleichfalls wie sein Vorstandsmitglied Klaus–Jürgen Barth Elferratsmitglied ist und wo die Mädchen des Jugendballettes als Kindertrainer ihren Dienst in der Turnhalle tun. Der umfangreiche Fundus des Vereins, hat im Übrigen sein Domizil im Keller des Eckardt'schen Anwesens und wird dort von dessen Frau Kathrin "Iffi" Eckardt liebevoll gepflegt aber auch couragiert verwaltet.

Die Eintrittskarten für die Veranstaltungen verkauft Eva Hausmann seit Jahren in ihrem "Quelle"-Shop. Diese Aufgabe ist vor allen Dingen im Vorfeld der Auftaktveranstaltungen nicht einfach, da eben nicht alle Kartenwünsche befriedigt werden können.

Eine gute Zusammenarbeit existiert ebenfalls mit dem "Förderverein für Siebleben e.V.". Mit dessen Mitgliedern und anderen Vereinen realisieren wir die Sommerfeste,
den Adventsmarkt und andere Veranstaltungen.

Einen "guten Draht" hatten und haben wir ebenfalls zum Siebleber Ortschaftsbürgermeister Werner Kukulenz und seinen Ortschaftsrat sowie zur Gothaer Stadtverwaltung, Abteilung Gebäudemanagement und nicht zuletzt zum Oberbürgermeister und zum Landratsamt.

Zum Schluss dieser Abhandlung über den Siebleber Carnevalsclub e.V. möchte ich nochmals betonen, dass wir unsere Arbeit letztlich nur dann weiterführen können, wenn wir auch weiterhin auf die Hilfe und Unterstützung unserer Sponsoren hoffen können, die uns bis heute ihre Hilfe nicht versagt haben. Ihnen möchte ich im Namen der Siebleber Narrenschar ganz herzlich Dank sagen, denn sie haben maßgeblichen Anteil daran, dass in den "Vier Jahreszeiten" die Lichter noch brennen und die Siebleber eine Begegnungsstätte haben.

Hulla Hulla und Helau!
[Präsident Eckhard Hunoldt, Siebleben - 2007]



Mottos nach 2001:

      2002 - "Wir gehen nicht unter"
      2003 - "Das kommt uns Spanisch vor"
      2004 - "Mir ham kein Pfeng"
      2005 - "Nebel bei Siebleben"
      2006 - "Wir machen (k)ein Theater"
      2007 - "Wir schlagen uns (so) durch!"
      2008 - "Wir tanzen (b)auch!"
      2009 - "Uns hat's eiskalt erwischt!"
   
             
         
         
         
   
Standortorientierung
   
   
  Du weißt nicht wo die
  "Vier Jahreszeiten"sind?
  Mit maps.google findest Du sie sicher!
   
     
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